Dr.h.c. Eduard Hamm

Geb. 16.10.1879 in Passau, Jurist, Politiker, Reichstagsabgeordneter der DDP, Reichswirtschaftsminister in der Weimarer Republik, wegen der Beteiligung an der Verschwörung gegen Adolf Hitler am 2.9.1944 verhaftet, am 23.9.1944 in Berlin unter ungeklärten Umständen in der Haft verstorben."

Werdegang

  • 1879

    (16. Oktober) geboren in Passau, als erstes von vier Geschwistern; Eltern: Johann Baptist Hamm, der einer alteingesessenen Handwerkerfamilie aus Neunburg v. Wald entstammte, Königlicher Amtsrichter in Passau, und Luise Hamm, geb. Niederleuthner, Hotelierstochter aus Passau, Hotel „Zum wilden Mann“ an der Donau; (Wohnung St. Nikola, Bahnhofstraße 68).

  • 1885 - 1888

    Werktagsschule in Deggendorf, wohin der Vater als Kgl. Landgerichtsrat versetzt worden war.

  • 1888 - 1891

    Studienanstalt Metten (Lateinschule)è

  • 1891 - 1898

    Kgl. Humanistisches Gymnasium bei St. Stephan in Augsburg, wohin der Vater als Kgl. Landgerichtsrat versetzt worden war (Fröhlichstraße). Das musterhafte Betragen und seine grundsätzlich dem Guten zugewandte Gesinnung werden im Abgangszeugnis hervorgehoben.xIÑ

  • 1898

    Aufnahme in das K. Maximilianeum durch Kgl. Hoheit, Prinz Luitpold, des Königreichs Bayern Verweser. Eintritt in den Akademischen Gesangsverein München, in dem liberale Gesinnungen vorherrschten. Freundschaften mit Otto Gessler und Georg Hohmann, Bekanntschaft mit Gustav Ritter von Kahr entstehen hier. Auch E. Hamms Vater war während des Studiums 1861-1865 aktives Mitglied im AGV; ebenso Anton Niederleuthner, Onkel von E. Hamms Mutter Luise. Er war Oberamtsrichter in Passau, Gründer des Waldvereins, erschloss den Bayerischen Wald für den Tourismus.

  • 1898 - 1902

    Juristisches Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität München

  • 1902

    Erste juristische Staatsprüfung

  • 1902 - 1906

    Rechtspraktikant an Kgl. Bayerischen Gerichten

  • 1906

    Zweite juristische Staatsprüfung, die E. Hamm als Erster von 232 Kandidaten besteht.

  • 1906

    Eintritt in den Staatsdienst im Kgl. Bayerischen Staatsministerium der Justiz. E. Hamm hebt als besonderes Ereignis dieser ersten Monate hervor ein Gutachten gegen die Todesstrafe im Auftrag des Prinzregenten, der sich dann an diese Bewertung gehalten hat.

    K. Staatsanwalt am Landgericht München

  • 1907

    (22. August) Heirat mit Antonie Maria Caroline, geb. von Merz, Tochter des Karl von Merz, Senatspräsident des Kgl. Oberlandesgerichts Nürnberg, und seiner Ehefrau Antonie, geb. Thelemann.

  • 1944

    (2. September) Eduard Hamm wird auf dem Bairhof in Reit im Winkl verhaftet. Seine Tochter Gertrud ist Zeugin und hat den Vorgang festgehalten

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